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DontTriggerMyKali

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@Kali_im_Exil

Nov 25
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Es gibt viele Punkte, über die man beim Thema geflüchtete Frauen und Gewalt sprechen könnte. Was die Ohnmacht der Frauen besonders verdeutlicht: oft ist der Asylantragsteller der Mann und Familienvater. Er hat Fluchtgründe und das Asyl der Familie stützt sich auf die Verfolgung

(1) Ich möchte zum #TagGegenGewaltAnFrauen über geflüchtete Frauen und der Gewalt, der sie ausgesetzt sind sprechen. Da ich selbst im "Asylantenheim" aufgewachsen bin und auch jetzt noch aushelfe, habe ich viel beobachten können. Zunächst: Frauen sind vor der Flucht, währendesse
(2) des Mannes im Heimatland. Wenn dieser der Meinung ist, dass seine "Ehre beschmutzt" ist, da die Frau arbeiten will, die Tochter kein Kopftuch tragen oder gar einen deutschen Freund hat - dann gibt es für ihn einen Weg "seine Ehre wieder herzustellen". Er nimmt den Asylantrag
(3) zurück. Sprich die gesamte Familie wird abgeschoben. Das ist ein übliches Druckmittel, was von Flüchtlingsvätern gegen ihre Familie, insbesondere die Frauen benutzt wird. Man spricht nicht darüber. Aber es schwebt als ständige Gefahr über den Köpfen der Frauen.
(4) Frauen brauchen ein eigenes, vom Mann unabhängiges Bleiberecht in Fällen von Gewalt und Erpressung. Ich habe es selbst verzweifelt miterlebt, wie Familien auf Wunsch des gekränkten Vaters abgeschoben wurden. Die Träume der Mädchen vernichtet. Das darf wünsche ich keiner Frau.
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Racism, Sexism, Decolonization, Caste Discrimination, Prostitution.
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